Beim durchgehen meines Feedreaders bin ich über einen interessanten Artikel über die Wichtigkeit des eigenen Blogs gestossen. Und warum man ihn nicht vernachlässigen sollte:
Your Blog is Your Mothership: “There are tons of ways to build a web presence, including a variety of social media and networking sites, but nothing is as important as your blog.”
Der Poken, das mal als heissestes Tech-Gadget gehandelte, USB Spielzeug hat nach Ansicht vieler einiger Blogger seinen Zenit überschritten. Und wurde daher in einer medienwirksamen Aktion (Blogger Bö vom Blick am Abend war dabei) zerstört.
Ruhe also in Frieden, Poken. Aber bis auf weiteres lasse ich dich an meinem Schlüsselbund hängen
(Artikel im Blick am Abend von Montag, 24. August 2009
Alle schreiben sie über den neusten Service von Google in der Schweiz, mit Namen “Google StreetView”. In den Zeitungen, auf den Newsseiten, in den Blogs und in den Social Networks. Einfach überall. Also muss ich wohl auch noch ein paar Worte drüber verlieren, sonst bin ich ja völlig “out”
Falls hier tatsächlich noch einer miteliest, der nicht weiss was Google Streetview ist: Dafür fährt Google mit Autos durch die Strassen, auf deren Dach ein Turm mit Kameras befestigt ist. Damit machen sie Fotos und stellen diese online: Zum Beispiel in Bern.
Die ganze kindische Diskussion über Personen und Autos die man erkennt lass ich hier mal weg. Wer sich drausen bewegt muss damit rechnen dass er gefilmt wird oder Fotografiert wird. Wenn nicht vom Google-Kameraauto dann halt von Verkehrskameras, Überwachungskameras von Geldautomaten, Japanischen Touristen oder anderen. So ist das nun halt mal.
Aber während sich immer mehr Leute, deren Blog ich lese auf Google Streetview sich selber entdecken, konnte ich mich noch nirgends finden. Zu finden waren nur der rote Roller der Arbeitskollegin, das silberne Auto meiner Freundin, meine Freundin selbst, und natürlich mein Haus, inkl. Küchenfenster un Balkon. Andere Leute scheinen froh zu sein, dass man sie auf Google Streetview nicht entdecken kann, ich persönlich finde es etwas schade… Aber lässt sich nicht ändern. Oder doch…?
Was konnte man in letzter Zeit nicht alles hören, über diese böse Schweinegrippe. Um es gleich mal so zu sagen: Der aktuelle Schweinegrippeerreger ist harmloser als die saisonale Grippe. Der einzige Unterschied liegt darin, dass die Schweinegrippe sich schneller und weiter verbreitet. Zur echten Gefahr wird die Schweinegrippe erst, wenn der Virus mutiert. Aber soweit ist es nicht, auch wenn man es manchmal glauben könnte…
Überall nur Pandemie, Pandemipläne, Pandemianweisungen und Pandemievorsorge. Und ein Pandemie-Schlatter im TV der mir als Komiker erzählt dass die Pandemie kein Witz sei. Auch in meinem Bürogebäude ist die Panemiehysterie ausgebrochen. Anleitungen zum Hände waschen auf jedem WC, Desinfektionsmittel im Foyer, Pandemiehinweise auf den Info-Beamern und Gratisstoffnastücher (Die nach einer halben Woche schon ratz-fatz alle sind).
Ein gutes hat diese Pandemiepanik ja. Die Leute werden endlich hygienischer. Mir hat man schon als Kind beigebracht, das man sich die Hände wischt. Zum Beispiel nach dem Gang auf die Toilette oder vor dem Essen. Leider scheine ich da heutzutage zu einer Minderheit zu gehören. Wie oft sitze ich in öffentlichen WCs und höre den WC Nachbar rechts oder Links von mir ohne die Hände zu waschen die Toilette verlassen…
Und wenn man weiss, dass wegen der Schweinegrippe Seifenhersteller innert zwei Monaten einen ganzen Jahresabsatz ans Seife verkaufen (siehe Beitrag aus der SF Tagesschau vom 17. August 2009 weiter unten), fragt man sich schon wie viele “Säuniggel” (dt: der passende Hochdeutsche Ausdruck wäre wohl Sauhund oder so) sich die Hände jetzt nur der Schweinegrippe waschen:
Ich für meinen Teil jedenfalls habe langsam den Pandemieanschiss… Ich will endlich mal wieder was anderes hören als das. Weil bisher höre ich nur immer das gleiche, für mich selbstverständlich: Händewaschen, Niemanden an niesen etc. Und hey, auch ohne TV-Werbung sollte klar sein, dass man mit Grippe zuhause bleibt. Das gilt nämlich auch für die “normale” Grippe.
Das einzig wirklich sinnvolle das derzeit geschieht, ist dass verschiedene wichtige Unternehmen sich darüber gedanken machen, was passiert wenn tatsächlich was passieren sollte. So will die Post dir Briefe im Notfall mit Verspätung zustellen, die SBB das Angebot kürzen und das Schweizer Radio und TV Sender stilllegen und Redaktionen zusammenlegen (die Newssendungen natürlich nicht, man muss die Leute ja informieren). Auch Coop und Migros machen sich Gedanken, wie man bei Andreas Hobi nachlesen kann:
Auch bei den Detailhändlern Migros und Coop bereitet man sich vor. So ist es dort möglich, dass der Offenverkauf eingestellt und Gemüse sowie Früchte so viel wie möglich angepackt wird.
Bei Coop will man ausserdem nicht ausschliessen, dass einzelne Non-Food-Läden geschlossen würden. Ausserdem ist es möglich, dass beim Migros-Eingang die Hände desinfiziert werden müssen und Masken abgegeben werden.
Als Lektüre zum Umgang der Schweinegrippe in der Schule empfehle ich den entsprechenden Beitrag im Mammablog…