Der Legende nach soll Galileo Galilei “Und sie bewegt sich doch!” gemurmelt haben, als er das Inquisitionsgerichts verliess, nachdem er dem kopernikanischen Weltbild öffentlich abschwören musste. Galileo meinte damit die Erde, und hatte recht. Ich meine damit die Swisscom, und habe auch recht. Doch alles von vorne:
Vor einem Jahr habe ich ein iPhone gekauft. Das 3G kam damals neu in die Schweiz, und ich konnte mit einem “offiziellen” iPhone mein aus den USA importierts 2G ablösen. Ich unterschrieb, weils so am günstigsten war, einen zwei-Jahres-Vertrag. Und lebte glücklich und zufrieden bis…. Dieses Jahr das iPhone 3GS vorgestellt wurde.
Leider hatte die Swisscom kein Erbarmen mit mir: Ich könne den laufenden Vertrag frühstens im April 2010 verlängern. Ich könne aber ein iPhone zum Vollpreis erwerben (Vollpreis: 999.- CHF für 16GB und 1199.- CHF für 32GB). Dies kam für mich aber nicht in Frage. So Apple- bzw. iPhone geil bin ich dann doch nicht. Ein Mitarbeiter eines Swisscomshops in Winterthur machte mir aber Hoffnungen auf kommende Angebote mit Prepaid. Dies sei aber noch nicht sicher.
Seitdem habe ich verschiedene andere Gespräche mit div. Leuten geführt, und so kam es, dass ich diese Woche am Montag nochmals mit der Swisscom telefonierte. Und siehe da: Sie bewegt sich doch. Man muss nur die Zauberwörtchen kennen
Man bot mir an, mir ein iPhone zu verkaufen, der wohl in etwa dem Neukundenpreis entspricht. Ausserdem löst man meinen bestehenden Zwangsvertrag per 9. September auf (er ginge noch bis Juni 2010!). Ab dann fängt ein neuer zwei Jahresvertrag für das neue iPhone an. Soweit so gut. Ich bestellte also ein 32GB Model. Wieder in weiss wie ich es jetzt schon beim 3G habe. Die nette Dame am Telefon wies mich noch darauf hin, dass die Lieferfrist derzeit ca. 10 Tage betrage.
An dieser Stelle könnte die Geschichte zu ende sein. Wie in jedem guten Märchen hat ja das gute über das Böse gesiegt und die Geschichte hat ein Happy End… Aber es fehlt noch ein Kapitel dieser Geschichte.
Das erwähnte Telefongespräch fand am Montagnachmittag statt. Am Abend des gleichen Tages rief ich nochmals an. Ich wolle die Lieferadresse ändern, da mir inzwischen der Gedanke gekommen war dass ich es wohl schneller kriege, wenn ich es ins Büro liefern lasse, da ich ja während dem Tag nicht zu Hause bin. Eine weitere nette Dame wies mich daraufhin, dass dies leider nicht mehr möglich sei, der Auftrag sei bereist an die Versandabteilung gegangen. Etwas irritiert wies ich die Dame darauf hin, dass ihre Kollegin nur etwa 3 Stunden früher noch etwas von 10 Tagen Lieferfrist gesprochen hatte. Dies sei schon so, meinte sie. Es dauere so seine Zeit, bis dass eingepackt, versendet und bei mir angekommen sei. Ich bedankte mich also und hängt auf.
Eine gute Viertelstunde nach diesem Gespräch bekam ich ein SMS von der Swisscom. Mein iPhone sei nun versendet worden. Voller Freude stellte ich fest, dass die Swisscom viel schneller handeln kann, als sie selber sagt. Und zügig vorwärts macht, wenn man sie mal dazu bringt sich zu bewegen
Der einzige Grund warum ich das A-Post Paket gestern nicht mehr erhielt war in der Tat die Tatsache, dass ich statt zu Hause auf der Arbeit war.
Aber heute Abend hole ich es ab