Thomas E. Deutsch

…mea fragmenti ab terra virtualis…


Die Zeit verrinnt

So vieles hätte es zu schreiben gegeben über Weihnachten und Neujahr. Ein Special mit 20 Artikel hatte ich geplant. Und vieles mehr. Und doch ist nichts dabei herausgekommen. Irgendwie fehlt dann doch die Zeit zum aufschreiben und bloggen. Die Zeit vergeht wie im Flug wenn man immer was los hat.

Time For... ?
Creative Commons License photo credit: bogenfreund

Auf der anderen Seite bleibt es euch somit aber auch erspart etwas über die vielen Verwandtschafts-Essen über Weihnachten zu lesen. Davon zu lesen, dass ich gestern 3 Hosen und 3 Pullover für 100 Franken erworben habe (Ausverkauf halt ;-) ) und vieles mehr. Leider entgeht euch dadurch auch den Bericht über meine Snowboardstunden am 28. Dezember und über den Silvester in Basel. Von letzterem habe ich aber ein Video für euch gemacht ;-)

Ich hoffe schwer, dass ich wieder etwas mehr zum bloggen komme. Und ev. hole ich das geplante Special noch nach, wenn es die Zeit erlaubt. Wer weiss…. :-D

Anzahl der täglichen Blogartikel

Daniel, von Birewei.ch, machte sich kürzlich in seinem Blog Gedanken darüber, wieviele Blopostings ein Schweizer “Privatblogger” pro Tag raushauen sollte.

Ich kann seinen Überlegungen und seinen Schlüssen daraus eigentlich nur zustimmen. Und auch seinem Fazit:

Anzahl der täglichen Blogartikel: “Wichtiger als der Zeitintervall oder die Anzahl der publizierten Artikel ist meiner Meinung nach die Regelmässigkeit. Es spielt warscheinlich keine Rolle ob ein Autor nun vier oder einen Beitrag pro Tag schreibt, hauptsächlich er tut es regelmässig und im gewohnten Stil.”

In meinen Augen hat Daniel recht. Es kommt weniger auf die Menge, als auf die Qualität drauf an. Es macht mehr Spass, einen Blog zu lesen wo vielleicht nur einmal die Woche was kommt, dafür sind es interessante Postings. Blogs, die täglich 20 Artikel mit Youtube-Videos raushauen sind ja nicht wirklich interessant.

(Via birewei.ch)

Die verlorene Höflichkeit

Ich wurde von meinen Eltern dazu erzogen, ein höflicher Mensch zu sein. Und auch wenn ich ganz ehrlich zugeben muss, dass auch ich manchmal etwas Mühe habe höflich zu sein, oder höflich zu bleiben.

Escribiendo
Creative Commons License photo credit: Nesta Vazquez

Leider habe ich in letzter Zeit vermehrt das Gefühl, dass Höflichkeit in unserem Land an Wert verloren hat. Das fängt im Zug an, wo man sich einfach hinsetzt anstatt erst zu fragen ob der Platz noch frei ist. Oder das fehlende “Gesundheit!” wenn jemand niesen muss (ja, ich weiss… Niessen ist böse im Schweinegrippezeitalter). Wo es mir aber ganz besonders auffällt in letzter Zeit, ist das Internet. Ich musse es schon selber feststellen, wie weit das teilweise geht, und habe mich hier auch schon mal dazu geäussert.

Ich mag meine Blogleser sehr, einige von Ihnen kenne ich persönlich oder aus dem Internet, andere nicht. Aber fast alle sind nette, anständige Leute. Aber wenn man beginnt, über Themen zu bloggen, welche als “kontrovers” gelten, zieht man ganz automatisch auch die Blogleser an, die man nicht haben möchte. Zu diesen Themen gehören Ausländer/Migration, Tiere/Tierschutz, Religion, Äusserlichkeiten von Menschen, Politik, Wirtschaft und so weiter. Die Auflistung ist alles andere als vollständig.

Beispiele gefällig? Auf einen kritischen Artikel gegenüber der SVP meldete sich in meinem Blog ein (ganz offensichtlich) Linker Kommentator zu Wort, der meinen Blog dazu misbrauchen wollte, seine Hasstiraden gegenüber der SVP und deren Exponenten loszuwerden. Frau Chnübli hat wohl ähnliche Probleme und sah sich gezwungen, einen Artikel zu einem kontroversen Thema mit der Warnung vor rassistischen Kommentaren zu beginnen. In Andreas Hobis Blog trollen nicht linke sondern rechte Kommentatoren in einem Artikel über das fehlverhalten einer arabischen Reisegruppe. Und Mirjam von “chic&schlau” sah sich gar gezwungen einen Artikel aufgrund der heftigen und teilweise sehr niveaulosen Kommentatoren wieder vom Netz zu nehmen.

Man könnte obige Liste mühelos weitermachen. Auch Nachrichtenportale haben ähnliche Probleme, weswegen Tagesanzeiger usw. Kommentare erst nachh redaktioneller Prüfung freischalten. Auch bei einigen Blogs, in denen ich mehr oder weniger regelmässig lese ist dies der Fall. Ich selber setze auf eine Mischform zwischen Moderation und freiem kommentieren, mit der ich bisher sehr gut gefahren bin.

Ich finde es gut, wenn viele verschiedene Leute viele verschiedene Meinungen haben. Bei allen Themen (AKW, Ausländer, Minarette, Naturschutz, Wölfe etc) gibt es Personen die dafür sind, aber auch solche die dagegen sind. Ich finde es auch gut, wenn beide Seiten ihre Meinung sagen, zu Beispiel in Form von Blogkommentaren. Das ist die grundlage unserer Demokratie. Aber in meinen Augen muss dies in einer gesitteten, höflichen Art und Weise von statten gehen.

Your Blog is Your Mothership

Beim durchgehen meines Feedreaders bin ich über einen interessanten Artikel über die Wichtigkeit des eigenen Blogs gestossen. Und warum man ihn nicht vernachlässigen sollte:

Your Blog is Your Mothership: “There are tons of ways to build a web presence, including a variety of social media and networking sites, but nothing is as important as your blog.”

Wenn alle es tun, muss ich wohl auch

Alle schreiben sie über den neusten Service von Google in der Schweiz, mit Namen “Google StreetView”. In den Zeitungen, auf den Newsseiten, in den Blogs und in den Social Networks. Einfach überall. Also muss ich wohl auch noch ein paar Worte drüber verlieren, sonst bin ich ja völlig “out” :-D

Falls hier tatsächlich noch einer miteliest, der nicht weiss was Google Streetview ist: Dafür fährt Google mit Autos durch die Strassen, auf deren Dach ein Turm mit Kameras befestigt ist. Damit machen sie Fotos und stellen diese online: Zum Beispiel in Bern.

Google Maps Camera Car
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Die ganze kindische Diskussion über Personen und Autos die man erkennt lass ich hier mal weg. Wer sich drausen bewegt muss damit rechnen dass er gefilmt wird oder Fotografiert wird. Wenn nicht vom Google-Kameraauto dann halt von Verkehrskameras, Überwachungskameras von Geldautomaten, Japanischen Touristen oder anderen. So ist das nun halt mal.

Aber während sich immer mehr Leute, deren Blog ich lese auf Google Streetview sich selber entdecken, konnte ich mich noch nirgends finden. Zu finden waren nur der rote Roller der Arbeitskollegin, das silberne Auto meiner Freundin, meine Freundin selbst, und natürlich mein Haus, inkl. Küchenfenster un Balkon. Andere Leute scheinen froh zu sein, dass man sie auf Google Streetview nicht entdecken kann, ich persönlich finde es etwas schade… Aber lässt sich nicht ändern. Oder doch…? ;-)